COR
Polstermöbel aus Rheda-Wiedenbrück
COR fertigt Sofas, Sessel, Stühle, Tische, Bänke und Barhocker für Wohnräume und Objekte. Das Familienunternehmen hat seinen Sitz in Rheda-Wiedenbrück in Ostwestfalen und produziert in einem einzigen Werk. Rund 230 Mitarbeiter bauen dort Möbel, die nach dem Wunsch des Kunden entstehen und sich in Maß, Bezug und Ausstattung anpassen lassen. Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Herz. Die drei Herzen im Wappen des fürstlichen Mitgründers standen dafür Pate.
Helmut Lübke gründete das Unternehmen 1954 gemeinsam mit dem Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg. Der fürstliche Partner schied in den achtziger Jahren aus, seitdem ist die Familie Lübke alleinige Inhaberin und führt COR selbst. Leo Lübke leitet das Haus heute als Inhaber. Die Region Ostwestfalen-Lippe gilt als Zentrum der deutschen Möbelfertigung, viele Polsterer, Tischler und Näherinnen arbeiten hier seit Generationen. Die Mitarbeiter bleiben dem Unternehmen im Schnitt 16 Jahre treu.
Das COR Haus an der Hauptstraße in Rheda-Wiedenbrück zeigt auf fast 3.000 Quadratmetern einen Showroom, eine Ausstellung für Objektmöbel und die COR Sammlung. Die Sammlung umfasst Möbel aus rund sieben Jahrzehnten und erzählt bundesdeutsche Designgeschichte, teilweise mit persönlichen Geschichten der Vorbesitzer. COR gehört außerdem zu einer Allianz führender Marken, die seit 2020 auf den Wert echter Design-Originale aufmerksam macht. Gira, Artemide, Dornbracht, Hewi, Thonet, USM und Walter Knoll gehören ebenfalls zu dieser Allianz.
COR erreicht eine Fertigungstiefe von 80 Prozent. Jedes Möbel durchläuft zehn Abteilungen und wird mindestens achtmal kontrolliert, ein Kontrollzettel begleitet jedes Stück. Die Tischler bauen die Gestelle aus heimischer Buche, verleimen Schlitz und Zapfen und spannen die Federn von Hand auf. Das Gestell lagert nach dem Verleimen einige Tage, bevor die Schlangenfedern aufgespannt werden. Die Polster entstehen aus Schnittschaum in unterschiedlichen Härtegraden, damit sie über viele Jahre bequem bleiben. Der Einschlagkeder, ein typisches Detail von COR, erleichtert das Abziehen der Bezüge.
Die Zuschneider arbeiten fadengenau, also entlang des Fadenverlaufs im Stoff. Rund drei Dutzend Näherinnen fertigen jeden Bezug einzeln. Lederbezüge erhalten Luftlöcher, durch die beim Hinsetzen die Luft entweicht. Das Leder kommt überwiegend aus Süddeutschland, einige Stoffe aus Italien, und alle Teile werden im Werk montiert und geprüft. Das Programm CORever nimmt ausrangierte COR Möbel aus privaten Haushalten zurück, bereitet sie auf oder trennt sie sortenrein. Möbel mit verschlissenem Bezug erhalten einen Neubezug aus Lagerbeständen, aufgearbeitete Stücke kommen als Second Life Möbel in den Sonderverkauf. CORever gilt in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und den Benelux-Ländern.
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Friedrich-Wilhelm Möller, später Gründer von Möller Design, entwarf 1963 das Sofaprogramm Conseta, COR stellte es 1964 auf der Internationalen Möbelmesse vor. Friedrich-Wilhelm Möller arbeitete ab 1961 als Handelsvertreter für COR und kannte die Wünsche von Kunden und Händlern. Der Name verbindet die lateinischen Begriffe für zusammensitzen und zusammengesetzt. Die Elemente lassen sich über Laschen-Keil-Verbindungen lösen, erweitern und neu kombinieren. Der erste Messeauftritt blieb erfolglos. Das System setzte sich erst nach weicheren Polstern und breiteren Armlehnen durch und wird bis heute nahezu unverändert gebaut.
Die Kollektion umfasst außerdem das modulare Sitzsystem Jalis Flow von Jehs + Laub, das Sofa Trio, die Mell Lounge, die Cordia Lounge sowie Programme wie Alvo und Floater. Die Module von Jalis Flow mit hoher, niedriger oder ohne Lehne und rechteckigen oder trapezförmigen Sitzflächen lassen sich für Foyers, Lounges und Wartebereiche frei anordnen. COR legte den Farmer Chair von Gerd Lange aus dem Jahr 1965 neu auf. Karl Odermatt und Franz Hero aus der Schweiz entwarfen Trio 1973 aus drei Elementen: Sitzhocker, Rückenlehne und Ecklehne. Uwe Fischer, Professor in Stuttgart, gestaltete die höhenverstellbaren Arbeitstische Level. Die Stoffkollektion reicht von Wolle und Leinen bis zu Mischgeweben und Baumwolle, die Lederkollektion ergänzt sie.
Wir beraten Sie zu Sofas, Sesseln und Stühlen von COR in unserer City of Innovative Living in Ludwigsburg. Unsere Planer und Innenarchitekten stimmen Maße, Polster und Bezug auf Ihren Wohnraum ab und planen die gesamte Einrichtung anschaulich in 3D. Ein Conseta lässt sich bei COR kürzer, länger, höher oder breiter fertigen, sodass es genau in Ihre Nische passt. Sie finden weitere Partner bei unseren Möbelherstellern. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin und lernen Sie COR bei UHL Schöner Leben kennen.
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